Ein nachträglicher Balkon scheitert selten am Handwerk und oft an der Statik des vorhandenen Hauses. Genau deshalb ist der Anstellbalkon die Lösung, die am häufigsten funktioniert: Er steht auf eigenen Stützen mit eigenen Fundamenten und hängt nicht an der Fassade. Das Haus trägt nichts — die Konstruktion trägt sich selbst.
Was das praktisch bedeutet
- Die vorhandene Geschossdecke muss nicht nachgerechnet oder verstärkt werden
- Die Fassade wird nur dort berührt, wo der Zugang entsteht
- Bei gedämmten Häusern entfallen die Wärmebrücken, die bei angehängten Balkonen entstehen
- Darunter entsteht nutzbare Fläche — überdachte Terrasse, Stellplatz, trockener Abstellraum
Die Fundamente entscheiden
Jede Stütze bekommt ein Punktfundament, frostfrei gegründet. Wie tief und wie groß, hängt am Boden. Zwei Dinge klären wir vor dem Angebot: Wo verlaufen Leitungen? und steht da vielleicht schon eine Bodenplatte? Beides verändert die Gründung erheblich — nachträglich entdeckt, verändert es auch den Preis.
Der Zugang
Meist wird ein vorhandenes Fenster zur Tür erweitert. Das ist der Teil, bei dem am ehesten ein zweites Gewerk ins Spiel kommt: Der Durchbruch braucht je nach Wandaufbau einen Sturz, und die neue Tür kommt vom Fensterbauer. Wir stimmen uns dazu ab, damit Balkonhöhe und Türschwelle am Ende zusammenpassen — eine Stufe von 15 cm auf den eigenen Balkon ärgert jeden Tag.
Genehmigung
Ein Anstellbalkon verändert die Kubatur des Gebäudes und ist deshalb in der Regel genehmigungspflichtig. Was genau eingereicht werden muss, sagt Ihnen das Bauamt Ihrer Gemeinde. Rechnen Sie diese Zeit ein — die Fertigung dauert oft kürzer als das Verfahren.
Ausführung
Wir bauen die Konstruktion aus Stahl, feuerverzinkt und auf Wunsch beschichtet. Beläge sind üblich als Gitterrost (Regen fällt durch, sehr langlebig), als Blech oder mit Dielen. Das Geländer entsteht im selben Arbeitsgang — dadurch passt es und muss nicht nachträglich angepasst werden.
Schlosserei